Exkursionen

AG Exkursionen

Für Mitglieder und Freunde des Heimatvereins bieten wir Exkursionen zu verschiedenen Themenbereichen an.
 

Jahresprogramm 2019 der AG Exkursionen

2. Jahreshälfte: 

5. September:  Mahnmal St. Nikolai mit Carillon und Museum sowie Erkundung der Umgebung, ggfs. mit kurzem
                       Besuch der Jakobi-Kirche

28. September:  Auf den Spuren der „Bertinis“ – Ein literarischer Spaziergang mit der Geschichtswerkstatt Barmbek

6. Dezember:  Wort und Musik zur Adventszeit

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Berichte über durchgeführte Veranstaltungen

16. Mai 2019: Führung im Gorch Fock Haus sowie Rundgang durch das alte Finkenwerder

In 2019 haben wir das Elternhaus, das unter Denkmalschutz steht, der Gebrüder Johann (Gorch Fock), Jakob und Rudolf Kinau besucht. Annegrete Feller von der Heimatvereinigung Finkenwerder e. V. hat umfangreich und spannend in plattdeutscher Sprache über die Kinau-Familie sowie über die Geschichte Finkenwerders erzählt. Nach einer Stärkung im Yachtblick hat Annegrete Feller uns noch durch den alten, sehr romantischen Teil Finkenwerders begleitet. Trotz der Nähe zu Buxtehude – dieser östliche Teil war vielen aus der Gruppe von 13 Mitgliedern bislang unbekannt.  Alle waren sich am Ende des Tages einig: Es war ein schöner Tag!

                                                                                              Rita Krüger, 30. Juli 2019

Die Gruppe vor dem Gorck Fock Haus
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16. Mai 2018: Övelgönne Törn op plattdüütsch

Mit 16 Teilnehmern sind wir gelaufen von Teufelsbrück bis zum Museumshaven Neumühlen. Unterwegs wurden wir prächtig informiert,  sowohl geschichtlich wie auch über Pflanzen und Kräuter,  von dem pfiffigen Stadtführer Frank Lehmann. Alles auf Plattdeutsch. Auch einen Döntje  hatte er bei jeder Gelegenheit auf der Zunge. Auf dem Weg hatten wir eine Besichtigung im Museum Oevelgönner Seekiste. Allerhand Kurioses und Spektakuläres bekamen wir zu sehen, ungewöhnliche Schätze aus der Seefahrtsgeschichte. Dort wurde uns auch eine Kartoffelsuppe mit Krabben serviert. Beim Essen wurde reichlich Seemansgarn gesponnen.  Alle Mitglieder waren nach dieser Tour mit Bahn, Bus und Fähre glücklich über den ereignisreichen Tag.

                                                                                                                                            Rita Krüger 29.07.2019

Endlich Schatten
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5. September 2019: Tagesfahrt nach Hamburg mit Besuch des St. Nikolai-Mahnmals

Am 5. September 2019 machte sich eine Gruppe von 18 Mitgliedern des Heimat- und Geschichtsvereins Buxtehude e.V.  auf die Reise nach Hamburg, zunächst zum Mahnmal St. Nikolai. Die ehemalige Hauptkirche, eine der fünf Hamburger Hauptkirchen, wurde bei einem Luftangriff 1943 zerbombt und ist heute ein Erinnerungsort für die Opfer, Zerstörungen und Gräueltaten während der Jahre 1933 bis 1945. Der hohe Kirchturm von 147,3 m blieb stehen, während Kirchenschiff und Altarraum bis auf die Grundmauern der Zerstörung zum Opfer fielen. Im Turm gibt es ein durch private Spenden ermöglichtes Carillon mit 51 Glocken, das uns um 12 Uhr eine halbe Stunde lang mit Musik erfreute. Es begann mit dem bekannten Hamburger Lied „An de Eck steiht‘n Jung mit’n Tüdelband“. Im Altarraum befindet sich ein Mosaikbild von Oskar Kokoschka, das den gekreuzigten Christus zeigt, und im ehemaligen Südschiff eine in Verzweiflung in sich versunkene Bronzefigur, die auf einem Steinhaufen sitzt. Dieser Steinhaufen stammt aus dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager Sandbostel, in der Nähe von Bremervörde gelegen. In diesem Lager fanden mehr als 50.000 Menschen den Tod.

In dem unzerstörten Gewölbe unter dem ehemaligen Kirchenschiff befindet sich ein Museum, wo eine Dauerausstellung zum Thema „Gomorrha 1943 – Die Zerstörung Hamburgs im Luftkrieg“ zu sehen ist.

St.Nikolai

Anschließend hieran ging es in den Kolonialwarenladen in der Deichstraße zu einer kräftigen Haumannskost, einer Tomatensuppe mit Mettwurstenden. Hier hatte man einen wunderbaren Blick auf das Nikolaifleet, das die Alster mit der Elbe verbindet.Nach einem kurzen Blick auf die Statue einer Vierländerin (als Erinnerung an die Belieferung Hamburgs mit Gemüse durch Vierländer Bauern) auf dem Hopfenmarkt (wo in früheren Zeiten der Hopfen für die ca. 600 Brauereien in Hamburg angeliefert wurde) passierten wir  die Trostbrücke, auf deren Geländer eine Statue des Bischofs Ansgar  steht, der an der Mündung der Alster in die Elbe eine kleine Kirche bauen ließ. Ihm gegenüber befindet sich eine Statue des Grafen Adolf III. zu Schauenburg-Holstein, des Gründers der weltlichen Neustadt. Weiter ging es vorbei an der Patriotischen Gesellschaft, auf deren Gelände vor dem Hamburger Brand von 1842 das alte Hamburger Rathaus stand. Am Afrika-Haus in der Großen Reichenstraße, dem Kontorhaus der zur Kolonialzeit in Afrika tätigen Firma C. Woermann, bestaunten wir die Bronzestatue eines afrikanischen Kriegers im Eingangsbereich und im Innenhof zwei riesige gusseiserne Elefanten. Weiter ging es zum Domplatz. Hier sahen wir uns die dort an der Stelle aufgestellten Ruhebänke an, wo über Jahrhunderte die Säulen des Mariendomes standen, der schließlich Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen wurde. Der heute in der Jakobi-Kirche befindliche Luks-Altar stammt von dort.

Bevor wir uns wieder auf die Rückreise begaben, hieß uns Pastor Bernd Lohse, der  aus Buxtehude stammende Pilgerpastor von St. Jakobi sehr herzlich willkommen und führte uns, bevor wir ein halbstündiges Konzert auf der größten Schnittger-Orgel hörten, durch seine Kirche,

Es war ein erlebnisreicher Tag durch viele Jahrhunderte Hamburger Geschichte, insbesondere aber in Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, der am 1. September 1939 (also vor achtzig Jahren) mit dem Überfall deutscher Streitkräfte auf Polen begann.

Antje Ghosh
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28. September 2019: „Auf den Spuren der Bertinis“

Am 28. September war eine dieses Mal lediglich 13 Personen umfassende Gruppe in Hamburg unterwegs. Mit der R5 („Start“) ging es zum Hauptbahnhof (ohne Verspätung) und von dort weiter mit der U3 bis zum Bahnhof Barmbek. Dort begannen wir unseren literarischen Spaziergang „Auf den Spuren der Bertinis“ mit der Geschichtswerkstatt Barmbek / Herrn Michael Grill.

Der Spaziergang beruht auf dem Roman „Die Bertinis“ von Ralph Giordano und bildet zum großen Teil das Schicksal seiner Familie mit einer jüdischen Mutter in der NS-Zeit ab. Wie der Teil Barmbeks zu jener Zeit aussah, als Ralph Giordano dort aufwuchs, konnte nur anhand zahlreicher, von Herrn Grill mitgebrachter Fotos deutlich gemacht werden. Er berichtete, dass während der Operation Gomorrha Barmbek zu 75% durch die Bombardements der Alliierten zerstört wurde. Für die gesamte dort ansässige Bevölkerung war es eine schreckliche Zeit, mehr noch für die, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Mutter Ralph Giordanos entging diesem Schicksal lediglich durch das Handeln einer einzigen mutigen Frau.

Nach dem zweistündigen Rundgang, glücklicherweise ohne Regen, war eine Stärkung nötig, und so nahmen wir Platz im Fabrik-Café in der ehemaligen New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (heute Museum der Arbeit). Danach traten wir die Rückreise an, wieder mit der U3 und dem „Start“ – und auch dieses Mal wieder ohne Verspätung.

Antje Ghosh

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